Das war das Barcamp Hannover

Am vorletzten Wochenende hat es mich in die beschauliche Landeshauptstadt von Niedersachsen verschlagen. Dort nahm ich mit etwa 150 anderen Teilnehmern am Barcamp Hannover teil. Wie es sich gehört, erstmal vielen Dank an die Organisatoren Rene-Christian Glembotzky und Tobias Glawe, die ihren "Job" (und genau das ist es ja eigentlich nicht) sehr gut gemacht haben. Es war eine schöne Veranstaltung mit netten Teilnehmern, spannenden Sessions und lecker, belegten Brötchen. Danke auch an Kai Thrun für die schönen Barcampbilder - von ihm stammt auch das Bild oben.

 

 

Mit dem letzten Tweet ist alles gesagt. Ich habe leider nur wenig Sessions besucht - weil ich an beiden Tagen selbst eine Session gehalten habe und weil ich sonst irgendwie verhindert war (verquatscht, am Empfang sitzend oder essend). Hier aber ein Überblick der besuchten Sessions. Am Ende folgt ein erster Ausblick auf das Barcamp 2015!

Zur Psychologie des Micropayments

Im Vortrag von Nils Müller (@weltenkreuzer) ging es um die Psychologie des Micropayments. Die vorhandenen Zahlungsmöglichkeiten Paywall, Bündelung von Texten zu E-Books, Verkauf einzelner Artikel und freiwillige Spenden werden mit der neuen Methode Laterpay verglichen. Nils untersuchte die Zahlungsmöglichkeiten mit Hilfe von Theorien aus der Sozialpsychologie (prospect theory, temporal discounting, delayed gratification) und kam zum Fazit, dass Laterpay auf einem guten Weg ist. Warum genau, könnt ihr bei ihm im Blog nachlesen.

My dream online/offline Language School

Christian (@christiareuter) hat in seiner Session gefragt, wie unsere Traum-Sprachschule aussieht. Wir ( und ich) haben geantwortet und heraus kam eine gemeinsam erstellte Sammlung zum Thema, was genau eine gute oder schlechte Sprachschule im Online/Offline-Bereich ausmacht.

 

 

Zusammenfassend sollte eine gute (Online-) Sprachschule folgende Punkte beinhalten:

  1. Inhalte maßgeschneidert, direkt angepasst an mein Niveau, Bedarf
  2. allgegenwärtig im Alltag sein - an der Bushaltestelle, bei Wartezeiten
  3. kontextbezogene als Mentor - beim Arzt, im Beruf, im Urlaub
  4. mit aktuellen Inhalten  - Real World Beispiele und aktuelle Nachrichten statt "Kate eats an apple"
  5. Lernen anhand von Serien und Filmen mit Untertiteln (Second screen!)
  6. Crowdfeedback - sich gegenseitig korrigieren, motivieren und neue Erkenntnisse mitteilen
  7. Soziales Lernen - Aussprache von anderen lernen, bewertet bekommen, von anderen Fehlern lernen
  8. Gamification - Level, Punkte, irgendetwas freischalten, Feedback, kein Druck & Stress erzeugen
  9. Online- und Offline-Tandems - Menschen an dieser Stelle zusammenbringen
  10. Der Trainer ist Mentor und Moderator bei Veranstaltungen oder im Alltag
  11. Gemeinsame Freizeit-Veranstaltungen (Essen kochen auf englisch statt Klassenraum-Unterricht)
  12. Kontakte zu Native Speakern herstellen

101 Tools für Freelancer und Startups

Da ich keine Lust hatte, erneut vor 8 Entwicklern einen Vortrag über die Entwicklung mit Django zu halten, habe ich mich diesmal dafür entschieden, in einer Session tolle (Web-) Tools vorzustellen, die man als Freelancer oder Startup so nutzt. Vollgepackt mit einer Liste von 130 (!) Tools sowie jeder Menge Screenshots ging es also darum, die Wichtigsten daraus vorzustellen. An beiden Tagen hatte ich dabei eine tolle Gruppe und es gab viele Vorschläge, Anregungen oder neue Tool-Ideen aus der Barcampgemeinschaft. Dafür noch einmal vielen Dank!

Aus den Tools möchte ich eine Online-Übersicht machen, in denen man mehr über neue Tools erfahren und diese auch up- oder downvoten kann. Eine erste Version findet ihr hier: http://www.jensneuhaus.de/tools/

 

 

d3 (Datenvisualisierung)

Rolf (@handgemenge) stellte das Javascript Framework d3 vor. Mit d3 kann man Statistiken, Graphen und Zahlen sehr schön darstellen und animieren. Rolf zeigt einige schöne Beispiele (z.B. von der New York Times über den Börsengang von Facebook), stellt nützliche Links (z.B. eine Liste mit d3-Beispielen) und Code-Beispiele, wie man d3 in seine Seite einbindet. Die Folien von Rolf findet man bei Scribd.

 

Ausblick auf das Barcamp 2015

Es wird bestimmt wieder toll ;-)